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Presse
30.06.2010, 22:02 Uhr | Allgemeine Zeitung Mainz/Dieter Oberhollenzer Übersicht | Drucken
Markthalle bleibt Zankapfel
Mehrheit weiterhin für reduzierte Miete von 1 000 Euro / Beratungen über Hort im Ausschuss


Die monatelange Hängepartie im Zusammenhang mit individuellen Betreuungszeiten für Grundschulkinder geht weiter. Vor der Einrichtung eines Hortes mit Öffnungszeiten von 12 bis 17 Uhr sieht der Gemeinderat weiteren Beratungsbedarf im Fachausschuss. Weitere Themen: Die Gemeinde will zunächst auch künftig die Markthalle für maximal 1 000 Euro im Monat von der VOG anmieten.


Foto










Dazu ein Kommentar von Dieter Oberhollenzer/AZ Mainz




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Kommentar Kommentare
03.07.2010 Kommentar zum Kommentar
von W. Schleuss
  Ein Kommentar ist subjektiv, darf einseitig und lückenhaft sein. Ein Kommentar soll - pointiert formuliert - herausfordern, Eigenschaften, die Herr Oberhollenzer in zugespitzter Knappheit umgesetzt hat, auch wenn seine Schlussfolgerungen daneben liegen. Nicht verwunderlich, da selbst manchem Ratsmitglied vor Ort die Zusammenhänge und Hintergründe unklar bleiben. "Wer kein Geld hat, ...", eigentlich eine Binsenweisheit, der man gerne zustimmen möchte. Zu einfach, denn nach dieser so einleuchtenden Empfehlung wäre unsere Wirtschaft längst und für immer zusammen gebrochen, dann gäbe es hierzulande keine boomende Exportindustrie. Entscheidend ist doch, für was Geld ausgegeben, Schulden gemacht werden dürfen. Es ist jeweils zu prüfen, ob eine Investition sinnvoll ist und Zukunft verspricht, vielleicht eine Chance für immer vertan wird. Und so ist das im Kommentar so apodiktisch formulierte "Richtig so" falsch, auch wenn das Thema Markthalle Herrn Oberhollenzer nicht zum ersten Mal umtreibt. Anders als dargestellt hat sich die Mehrheit in dieser Ratssitzung entschieden, zu eruieren, ob die Markthalle zu akzeptablen Bedingungen zu erwerben ist (finanziell abgesichert durch den Verkauf einer für unsere Gemeinde weniger wichtigen Immobilie), um im Ortskern eine dringend notwendige und zukunftsorientierte Gestaltungsmöglichkeit zu sichern. Das ist ein wirklicher Versuch wert, oder sollte eine mögliche Chance für alle Zeit ungeprüft ausgelassen werden? Hier soll nichts auf die lange Bank geschoben werden, ganz im Gegenteil. Eine Millioneninvestition für den Erwerb ist für die Gemeinde nicht zu schultern ebensowenig wie ein teurer Ausbau in den kommenden Jahren. Das wissen alle. Dabei ist die Stellungnahme der SPD zur Markthalle schon erstaunlich, zumal Herr Stuhlträger eine Sitzung zuvor genau umgekehrt argumentiert hat und jetzt verbrennt, was er jahrelang angebetet hat, um stattdessen mit dem Schönborner Hof liebäugelt, der für die Gemeinde von Anfang an ein finanzielles Debakel war und auf Dauer keine Lösung bedeutet.
Bei den Ausführungen zur Betreuenden Grundschule muss Herr Oberhollenzer etwas falsch verstanden haben. Ein Anruf bei Herrn Hessel könnte ihn der Aktualität näher bringen. Allerdings wäre eine Information über das von interessierter Seite in letzter Minute lancierte Lockangebot schon wichtig gewesen. Zum Glück gibt es wachsame Ratsmitglieder, denn die Versuche, durch Angebote in letzter Minute den Rat unter Druck zu setzen sind offensichtlich zur schlechten Gewohnheit geworden. Sie sind provozierend dreist und in Zukunft hoffentlich chancenlos.
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