Er betonte, dass Heidesheim von und mit seinen Vereinen, Initiativen und privaten Gruppen lebe. Der Rückblick auf 2011 zeigte, dass die Bürger in ihrem Ort mitbestimmen und ihn mitgestalten wollen. Kunst und Kultur, Ehrenämter und Religiöses, Sport und Kinder - in allen Bereichen haben die Heidesheimer viel getan. Beispiele dafür sind die Grundschule, die sich nun durch eine Photovoltaikanlage selbst mit Strom versorgt oder die rund 33 500 Euro, die für die Opfer der Dürrekatastrophe in Südafrika gespendet wurden.
Gemeinde nun historische Station des Jakobswegs
Das Jahr in der „vielfältigen, abwechslungsreichen und lebendigen Gemeinde“ hielt viele Höhepunkte bereit: Eintracht Braunschweig trainierte auf dem örtlichen Fußballplatz, 2 000 Lichter wurden für Kinder und Jugendliche angezündet und ein Gottesdienst auf der Baustelle gehalten. Außerdem ist Heidesheim nun eine historische Station des Jakobsweges. Ein weiteres Zeichen dafür, dass die Einwohner sich in ihrem Ort engagieren, ist die „Danke Heidesheim“-CD von Musikern um Jürgen Zwietasch. Die Hymne rund um die Heimatgemeinde soll die Feierlichkeiten zum 1250. Geburtstag mitfinanzieren.
Neben vielen erfreulichen Ereignissen hatte Hessel allerdings auch Negatives zu berichten: „Das Flugverhalten hat sich über Heidesheim verändert. Das wird uns die nächsten Jahre sicher noch begleiten.“ Aber nicht nur Fluglärm plagte die mehr als 7 000 Einwohner. Wegen der Lautstärke des Verkehrs an der Mainzer Straße wurde eine Anwohnerinitiative gegründet. Außerdem gehe es jetzt „ans Eingemachte“.
Die Gemeinde habe erste Grundstücke zur Sanierung des Haushalts verkauft, so der Ortsbürgermeister. Für „persönlichen Einsatz und vollbrachte Leistungen“ im vergangenen Jahr wurden einige Heidesheimer ausgezeichnet. Auf den Männergesangverein, den Frauenchor und die Landfrauen sei, wie auf viele andere Vereine im Ort, immer Verlass, so Hessel. Auch der ehemalige Pfarrgemeinderat Gerhard May, Benny Zwietasch, die Seniorenberaterin Elisabeth Metzler und TSG-Übungsleiterin Sieglinde Bihler wurden für ihr ehrenamtliches Engagement gelobt.
Das Jahr habe gezeigt, dass die Verbindung von Bürgerbeteiligung und Politik funktioniere. Auch 2012 will die Gemeinde das fortführen, besonders bei dem viel diskutierten und „entscheidenden Thema“ Gebietsreform. „Wohin geht die Reise? Nach Ingelheim, nach Budenheim? Sie werden es bald entscheiden dürfen“, versprach der Bürgermeister.
Vorfreude auf 1250-Jahr-Feier
„Ich freue mich, dass Heidesheim im kommenden Jahr seinen 1250. Geburtstag feiern darf“, kündigte Jens Lothar Hessel an. Unter dem Motto „Vielfalt gemeinsam leben“ werden das ganze Jahr über Veranstaltungen, wie Konzerte und Feste, stattfinden. Außerdem sollen Römer- und Oberdorfstraße fertiggestellt und der erste von drei Bauabschnitten zur Sanierung der Kreisstraße abgeschlossen werden.









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