Nächstes Jahr rollen die Bagger AN DER TRIFT Bürger diskutieren über Heidenfahrter Neubaugebiet / Angst vor Wassermassen
Wird das Heidenfahrter Neubaugebiet „An der Trift“ auf dem Rücken der bestehenden Bebauung und somit auf Kosten der Heidenfahrter Bürger geplant? Diesen Fragen stellte sich der Heidesheimer Ortsbürgermeister Jens Lothar Hessel bei der ersten von vier für diesen Herbst geplanten Einwohnerversammlungen im katholischen Pfarrzentrum.
„Ich möchte den Bürgern die Gelegenheit geben, Fragen zu stellen und mitzureden“, erklärte Hessel, der mit den Versammlungen für mehr Transparenz über die Ratssitzungen hinaus sorgen will. Rund 120 interessierte Heidenfahrter und Heidesheimer nahmen die erste Möglichkeit zum Austausch mit dem Ortsbürgermeister wahr.
Insgesamt entstehen 70 Baugrundstücke
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Das umstrittene Baugebiet „An der Trift“ wird derzeit erschlossen. Die Maßnahmen sind bis Ende 2010 abgeschlossen. Im kommenden Jahr kann mit dem Bauen angefangen werden, so Hessel. Von den etwa 70 Baugrundstücken seien bereits „jede Menge“ veräußert.
Dass bei Starkregenereignissen die Kanalisation das Regenwasser der neuen Häuser nicht bewältigt und das Grundwasser in die Keller der bestehenden Wohnbauten eindringt, war die größte Sorge der Heidenfahrter.
„Bekommen wir Wasser oder nicht und wer haftet für den Schaden?“, brachte ein Anwohner das Anliegen Aller auf den Punkt. „Wir wollen alles ganz genau bringen“, forderte Rosita Eckl, Sprecherin der Anwohnerinitiative. Wolfgang Löser, Geologe und zuständig für das Grundwassergutachten, erklärte den Anwohnern das Entwässerungskonzept.
Grundwasser wird zum Rhein abgeleitet
Durch den natürlich porösen Untergrund aus Sand und Kiesel werde das Grundwasser nicht in Strömen, sondern breitflächig zum Rhein abgeleitet. Private Zisternen auf den neuen Grundstücken und zwei große Retentionsmulden sollen eine kontinuierliche Ableitung des Oberflächenwassers garantieren. Sowohl die Zisternen als auch die Retentionsmulden seien so konzipiert, dass zunächst große Wassermengen aufgefangen werden könnten. Der Abfluss aus den Zisternen sowie die Versickerung in den Mulden vollziehe sich im Anschluss gedrosselt über etwa 48 Stunden. An die bestehenden Entwässerungsgräben soll durch diese Methode kein zusätzliches Wasser geleitet werden. Um ausreichend Längsgefälle zur Entwässerung der Straßen zu erhalten, wird das Baugebiet zur Mitte hin auf etwa 1,50 Meter angehoben.
„Die SGD-Süd hat unser Entwässerungskonzept als vorbildlich gelobt“, erklärte Dieter Reininghaus, von dem mit der Erschließung beauftragten Ingenieurbüro.
In der Runde unbeantwortete Fragen - wie die nach der Haftung etwa - sollen im Nachgang von Hessel per E-Mail beantwortet werden. „Mein Eindruck ist, die Bürger sind zufrieden. Wer allerdings grundsätzlich gegen das Baugebiet ist, der wird dies auch bleiben“, so das abschließende Fazit Hessels.
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