Hort für Grundschüler BETREUUNG Heidesheimer Rat beschließt mit großer Mehrheit neue Einrichtung
Mit Erleichterung dürften Eltern, Kinder und Beschäftigte der Betreuenden Grundschule in Heidesheim das Ergebnis der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats zur Kenntnis nehmen. Nach langer und überaus heftig geführter Debatte wurde ein Grundsatzbeschluss gefasst. Dabei sprach sich der Rat mit großer Mehrheit für die Einrichtung eines Hortes aus. Außerdem, so der Beschluss, sollen die Beschäftigten der Betreuenden Grundschule übernommen werden.
Debatte um Alternative zur Betreuenden Grundschule
Die Einrichtung eines neuen Betreuungsangebots war erforderlich geworden, nachdem die Kreisverwaltung die freiwilligen Leistungen für die Betreuende Grundschule beanstandet hatte. Ursache war die defizitäre Haushaltslage der Ortsgemeinde. Über die Sommerferien hinweg hatte man daher fieberhaft nach einer Lösung gesucht. Dabei, so Ortsbeigeordneter Herbert Pieper (SPD), habe der Kreis der Ortsgemeinde nahegelegt, einen Hort einzurichten und hierfür auch eine großzügige Kostenübernahme zugesagt. Die Öffnungszeiten des Hortes, so Pieper, sollen zwischen 12 und 17 Uhr liegen, in den Ferien zwischen 7 und 17 Uhr.
Um die Voraussetzungen dafür zu schaffen, hatte der Rat an diesem Abend zwei Entscheidungen zu treffen: Zunächst musste die Satzung über das Betreuungsangebot der Ortsgemeinde Heidesheim neu gefasst werden. Anschließend stand der Grundsatzbeschluss über die Hort-Einrichtung auf der Tagesordnung. Im Verlaufe des Abends entwickelten sich immer wieder hitzige Wortgefechte, die zum Teil noch aus dem Zuschauerraum ergänzt und kommentiert wurden. Dort verfolgten zahlreiche Bürger, unter ihnen auch Beschäftigte der Grundschule, die Sitzung lautstark und kritisch.
In der Diskussion um den Hort sprachen sich Markus Bettingen (CDU) und Jürgen Appel (SPD) dafür aus, den Beschluss nun rasch herbeizuführen, um für die betroffenen Eltern und Kinder Sicherheit zu schaffen. Walter Luser (Grüne) bekräftigte seine grundsätzliche Zustimmung, verhehlte aber nicht, dass er einiges noch für „unausgegoren“ halte.
Deutlichere Kritik kam von anderer Stelle: Karl-Heinz Hofstetter (FDP) sprach davon, dass der Kreis der Ortsgemeinde „den schwarzen Peter“ zugeschoben habe. Er selbst hätte lieber den Status quo beibehalten. Jürgen Ries (FWG) warnte davor, den Hort „mit Gewalt durchzuboxen“, während Jochen Schmidt (Linke) in den Raum stellte, dass es Möglichkeiten gebe, die bisherige Betreuungsform weiterzuführen. „Ich stelle Ihnen anheim, Vorschläge zu machen, wo wir an anderer Stelle in dieser Höhe einsparen könnten“, forderte Bettingen den Linken auf, der diesen Beweis in der späteren Haushaltsdebatte aber schuldig blieb. |